Gegnercheck: SG Dynamo Dresden
Am Sonntag, den 23. August 2026, wartet auf Westfalia Rhynern ein ganz besonderes Fußballerlebnis: In der 1. Runde des DFB-Pokals trifft unsere Westfalia auf den Zweitligisten SG Dynamo Dresden. Anstoß ist um 15:30 Uhr im LVM-Preußenstadion in Münster.
Für Rhynern ist es das große Pokalspiel gegen einen Traditionsverein, der normalerweise vor vielen tausend Zuschauern in der 2. Bundesliga spielt. Dynamo bringt dabei nicht nur große Tradition, sondern auch jede Menge Erfahrung aus dem Profifußball mit.
Doch eines ist klar: Rhynern muss sich nicht verstecken.
Rhynern mit starkem Saisonstart
Der Aufsteiger ist hervorragend in die neue Regionalliga-Saison gestartet.
Zum Auftakt bezwang Rhynern die Sportfreunde Siegen mit 3:2. Auch am zweiten Spieltag gab es einen Sieg. Nach drei Spieltagen steht die Westfalia bei zwei Siegen und einem Unentschieden und damit bei sieben Punkten.
Damit geht Rhynern mit viel Selbstvertrauen in das Pokalduell.
Der Saisonstart zeigt: Die Mannschaft ist nach dem Aufstieg in die Regionalliga angekommen und kann auch gegen stärkere Gegner bestehen.
Dynamo Dresden – der Favorit
Dynamo Dresden geht als klarer Favorit in die Partie.
Die Sachsen spielen in der 2. Bundesliga und haben dort einen deutlich höheren finanziellen und sportlichen Aufwand als Rhynern. In der vergangenen Zweitliga-Saison belegte Dynamo den elften Tabellenplatz und erzielte in 34 Spielen 54 Tore.
Auch in dieser Saison möchte Dresden möglichst schnell in der Liga Fuß fassen.
Der Start verlief allerdings nicht perfekt.
Am ersten Spieltag setzte es beim 1. FC Nürnberg eine deutliche 0:3-Niederlage. Besonders die rechte Dresdner Abwehrseite hatte dabei große Probleme. Mohamed Ali Zoma erzielte alle drei Nürnberger Treffer.
Dynamo zeigte anschließend jedoch eine Reaktion.
Am zweiten Spieltag gewann Dresden zuhause gegen Darmstadt 98 mit 1:0. Das entscheidende Tor erzielte Jonas Sterner bereits in der 12. Minute nach einer Kombination mit Vincent Vermeij.
Spieler, auf die man achten sollte
Vincent Vermeij
Der niederländische Stürmer bringt viel Erfahrung und körperliche Präsenz mit.
Für Rhynerns Defensive wird es wichtig sein, ihn nicht einfach ins Spiel kommen zu lassen. Vermeij kann Bälle festmachen und seinen Mitspielern Räume eröffnen.
Jonas Sterner
Sterner war beim 1:0 gegen Darmstadt der entscheidende Mann.
Mit seinem Treffer sorgte er für den ersten Saisonsieg der Dresdner. Gerade aus dem Mittelfeld heraus kann er für Gefahr sorgen.
Jakob Lemmer
Auch Lemmer gehört zu den Spielern, die jederzeit für einen gefährlichen Moment sorgen können. Gegen Darmstadt traf er kurz vor Schluss nur den Pfosten.
Eine interessante Schwäche
So groß der Qualitätsunterschied auf dem Papier auch ist: Dynamo hat durchaus Ansatzpunkte für Rhynern.
Besonders interessant sind die Standardsituationen.
Vor dem Darmstadt-Spiel räumte Dynamo-Trainer Thomas Stamm ein, dass fünf der sieben Gegentore aus Vorbereitung und Saisonauftakt nach Standardsituationen gefallen waren. Genau hier könnte Rhynern eine Chance bekommen.
Ecken und Freistöße könnten deshalb zu einem wichtigen Faktor werden.
Was spricht für Rhynern?
🔥 Selbstvertrauen:
Rhynern ist mit sieben Punkten aus drei Regionalligaspielen stark gestartet.
🔥 Pokalatmosphäre:
Für viele Rhyneraner Spieler ist ein Spiel gegen Dynamo Dresden ein absolutes Highlight.
🔥 Kein Druck:
Die Favoritenrolle liegt eindeutig bei Dresden.
🔥 Standards:
Hier zeigte Dynamo zuletzt Schwächen.
🔥 Teamgeist:
Rhynern hat in der vergangenen Saison bewiesen, dass die Mannschaft Rückschläge verkraften kann. Der Aufstieg in die Regionalliga war der Lohn dafür.
Was spricht für Dynamo?
🔥 Individuelle Qualität:
Dynamo hat Spieler mit Erfahrung aus dem Profi- und teilweise sogar aus dem höherklassigen Fußball.
🔥 Tempo:
Im Umschaltspiel kann Dresden gefährlich werden.
🔥 Erfahrung:
Die Mannschaft kennt Spiele unter großem Druck und vor großen Zuschauerkulissen.
🔥 Kaderbreite:
Dynamo kann auch von der Bank noch einmal Qualität auf den Platz bringen.
Und trotzdem ist der Pokal etwas Besonderes
Genau das macht dieses Spiel so interessant.
Auf dem Papier ist Dynamo Dresden der klare Favorit. Aber der DFB-Pokal lebt davon, dass Favoriten ins Stolpern geraten können.
Rhynern hat dabei nichts zu verlieren.
Die Mannschaft kann frei aufspielen, während Dresden mit der Erwartung nach Münster kommt, die nächste Runde zu erreichen.
Und je länger Rhynern das Spiel offen hält, desto größer wird der Druck auf den Zweitligisten....
